Kapitel 5 – Der Spätsommer

Kapitel 5 – Der Spätsommer (2006).
Howdy Freunde,

habe ja lange nichts von mir hören lassen aber ich hatte leider einfach keine Zeit.

Aber fangen wir an:

Da waren wir nun an einem neuen Stall und die Unterkunft war gar nicht so schlecht, eigene Hütte inklusive kleinem Auslauf. In den folgenden Tagen durften wir uns erstmal eingewöhnen und die Lage peilen. Aber dann ging es wieder los mit Bodenarbeit und einem kleinen Ausritt.
Pah, von wegen klein, waren wir doch glatt 3 Stunden unterwegs. Aber es hat trotzdem Spaß gemacht denn es gab sehr viel neues zu sehen.

Zwischendurch habe ich auch erfahren das ich vor vielen Jahren schon einmal an diesem Stall war, mit meiner damaligen Besitzerin Birgit. Hm, habe ja direkt gesagt das mir das irgendwie bekannt vorkommt. War wohl auch nicht ohne, denn ich muß den Chef von dem Stall hier damals in den Arm gezwickt haben. Deswegen hat der mich auch bei unserer Ankunft so angeschaut und gegrinst.

In den Sommerferien war es dann so warm das wir nichts machen mußten außer faulenzen.
Eines Tages im August kamen dann Lou und Susanne vorbei um uns zu besuchen, dachte ich jedenfalls. Nix da, es ging in die Halle und dann hat dieser Lou mir an den Beinen gezogen, am Schweif und den Popo hochgehoben. Boah eh, bin doch nicht aus Gummi. Aber nach ein paar Tagen habe ich dann gemerkt das ich mich wieder viel besser bewegen konnte, da hatte sich wohl was irgendwann an der Hüfte verschoben und das war jetzt wieder in Ordnung. Genauer gesagt, dadurch hatte sich meine Rückenmuskulatur auf einer Seite nicht richtig entwickelt. Aber nach ca. 2 Wochen und so einem komischen Training mit meinem Chef war die Sache dann auch erledigt.
Vierzehn Tage später kamen die Zwei dann wieder vorbei und diesmal war Chayman an der Reihe, der hatte genau das selbe und Lou hat es dann wieder in Ordnung gebracht.

So vergingen wieder die Tage und mein Chef hatte viele verrückte Ideen was wir denn alles so machen können. Es ging über eine Wippe, vorwärts, rückwärts und dann auch noch seitlich. Nach einigen Tagen das Ganze auch noch als er auf mir saß. Um so öfter wir das dann machten um so besser klappte es. Hier und da brauchte ich aber mal einen Klapps auf den Popo wenn ich keine Lust hatte :-). Und dann standen wir eines schönen Tages vor einem Podest und mein Chef wollte doch unbedingt das ich mich darauf stelle. Ok, machen wir einen auf Blöd und bleiben einfach davor stehen und schauen uns die Gegend an. Was macht er also, nimmt mein Bein und stellt es auf das Podest. Nagut, nach etwas zögern habe ich mich dann mit beiden Vorderbeinen darauf gestellt. Eh war das geil, ich konnte jetzt viel weiter gucken weil ich ja höher stand. Nach vierzehn Tagen bin ich dann ganz rauf und fand das so toll das ich gar nicht mehr runter wollte. Chayman hat es dann zur Freude von Ulrike nachher auch gemacht, ohne die Hilfe von meinem Chef.

Einmal habe ich so großen Mist gemacht das mein Chef das erste Mal in der ganzen Zeit runtergeflogen ist. Uih, war der sauer 🙁 Was war passiert? Tja, wir waren auf dem großen Reitplatz gerade im Galopp und mußten rechts rum. Ähm, in diesem Moment habe ich mich vor etwas erschrocken, bin voll in die Hufe und nach links, schäm, und da war Cheffe weg. Bin aber sofort ganz lieb stehen geblieben und habe geguckt ob alles OK ist. Als er dann wieder auf mir saß, war ich so lieb und vorsichtig das er schon dachte er reitet Chayman. Habe aber trotzdem nachher noch eine Belohnung bekommen, weil ich es danach so gut gemacht habe.

Hier und da sind wir auch ausgeritten, mal mit einigen vom Stall, mal mit Simone und auch alleine. An einem Samstagnachmittag sollte wohl etwas mehr passieren. Zuerst kam Ingrid mit Sunny-Chivas und etwas später Simone mit Duffy. Und dann ging es los. Unterwegs trafen wir dann ganz unerwartet auf Yvonne, Dieter und Geat mit Kutsche. Wie Yvonne so ist, hatte sie natürlich Getränke für die Reiter mit und wir durften später an einem kleinen See unseren Durst stillen. Nach kurzem Aufenthalt und zwei, drei Zigaretten für die Zweibeiner ging es dann weiter. Wir haben an diesem Nachmittag eine richtig schöne Runde gedreht und sind so nach ca. 4 1/2 Stunden wieder am Stall eingetroffen.

Im Oktober wurde sehr viel Bodenarbeit, aber auch Reiterspiele gemacht. Im Anschluß daran durften wir uns immer nochmal so richtig auf dem Platz austoben. An einem Tag war es besonders verrückt. Da liefen Ulrike und Chayman vor und ich mit Ralf in einigem Abstand dahinter. Ulrike zog an einer langen Schnur einen Sack hinter sich her und Ralf meinte auf einmal: das Ding ist böse, den schnappen wir uns jetzt. Habe mich auch richtig anstecken lassen, also Ohren anlegen, Kopf runter, wütend schnauben und versucht den Sack anzugreifen. Das haben wir dann zwei oder dreimal zusammen gemacht bis Ralf vor lachen nicht mehr konnte. Ich war wohl etwas zu deftig, denn so wütend hatte er mich noch nie gesehen 🙂 Danach haben wir dann noch zusammen fangen gespielt, aber ist ja klar, ich war schneller.

Was noch ganz neu ist, Ulrike hat jetzt einen neuen Job hier ganz in der Nähe und deswegen suchen unsere Zweibeiner eine neue Box “ähm” Wohnung. Am liebsten wäre uns aber wenn sie was finden würden wo Chayman und ich mit dabei sein könnten, so direkt am Haus und so.
Naja, irgendwann wird sich schon was finden.

In diesem Sinne bis demnächst,

lieben Gruß

eure Nashra

29.12.2006

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